Befreiung von der Abgeltungssteuer. Sie müssen keine Abgeltungssteuer bezahlen, wenn die jährlichen Gewinne aus ihrem Kapitalvermögen niedriger sind als der Sparerpauschbetrag. Sie können dann Erträge aus Dividenden, Zinsen und aus Gewinn von Aktien steuerfrei einnehmen. Der derzeitige Freibetrag liegt bei 801 €. Sofern sie verheiratet sind gilt der doppelte Freibetrag. Sofern der Bank eine entsprechende Bescheinigung vorliegt, führt sie nur Einnahmen ab, die über dem Freibetrag liegen.

Nichtveranlagungsbescheinigung. Sofern das  Einkommen unter 7664 € im Jahr liegt können sie als Geringverdiener beim Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen alle Gewinne aus Kleinstanlagen, die sie das Jahr über erhalten, verbleiben dann ohne Steuerabzug. Es muss aber zwingend diese Nichtveranlagungsbescheinigung vorliegen. Sofern diese Bescheinigung nicht vorliegt können sie entsprechendes in der Steuererklärung angeben und die gezahlten Steuern zurückerhalten.

Besteuerung von Kapitallebensversicherungen. Wenn sie eine Lebensversicherung mit einer Laufzeit von 12 Jahren und mehr nach dem 1. Januar 2005 abgeschlossen haben, gibt es eine komplexe Regelung bezüglich der Abgeltungssteuer. Sofern die Kapitallebensversicherung nach dem 60. Geburtstag zur Auszahlung ansteht, muss die Hälfte des Gewinns versteuern werden. Es zählt dann ihr persönlicher Steuertarif.

Sofern Sie eine Lebensversicherung über einen Zeitraum von weniger als 12 Jahren abgeschlossen haben bleiben diese voll steuerpflichtig. Bis zum Jahr 2009 abgeschlossene Verträge werden nach dem persönlichen Steuersatz besteuert. Verträge, die nach dem Jahr 2008 abgeschlossen worden sind werden mit dem Abgeltungssteuersatz besteuert.

Persönlicher Steuersatz unter von 25 %. Die Abgabe einer Steuererklärung ist sinnvoll, wenn ihr Arbeitseinkommen unter dem Betrag von 15.000 € beziehungsweise bei Verheirateten unter 30.000 € liegt. Sie erhalten dann im darauf folgenden Jahr die zu viel gezahlte Abgeltungssteuer zurück. Ihre Bank stellt Ihnen dazu eine entsprechende Bescheinigung aus, die dann der Steuererklärung beizufügen ist.

Angabe der Kapitalertragsteuer in der Steuererklärung. Vielen ist weitestgehend unbekannt, wie mit der Kapitalertragsteuer in der Steuererklärung zu verfahren ist. Man kann dabei auch sehr viele Fehler machen und es empfiehlt sich, sich deshalb ausführlich informieren. Ihr Steuerberater sollte natürlich entsprechende Kenntnisse haben, diese liegen aber nicht unbedingt immer vor.

Eine umfangreiche Übersicht, wann es sinnvoll ist, die Kapitalertragsteuer in der Steuererklärung anzugeben und insbesondere auch, wann es unbedingt Pflicht ist, diese Angaben in der Steuererklärung machen, finden Sie unter: http://www.abgeltungssteuer-steuererklaerung.de.

Anrechnung von Verlusten aus Aktienverkäufen. Sofern sie Verluste aus Aktienverkäufen erlitten haben, können diese seit 2009 ohne Zeitbegrenzung genutzt werden. Ebenfalls seit diesem Zeitpunkt ist es nicht mehr entscheidend, dass die Verluste aus den Verkäufen von Aktien innerhalb der Spekulationsfrist erlitten worden sind. Für Verluste vor 2009 gibt es eine Übergangsregelung. Nach dieser Übergangsregelung können die Verluste nur bis zum Jahr 2013 mit Gewinnen aus anderen Kapitalerträgen verrechnet werden.

Einfluss der Kapitalertragsteuer auf die Rentenversicherung. Die Kapitalertragsteuer verringert die Rentenversicherung nicht. Renten werden wie in der Vergangenheit auch nur mit dem Ertragsanteil besteuert. Es wird dabei der persönliche Steuertarif.