Für Sparer, die auf Tagesgelder und Festgelder fokussiert sind, ist kein Licht am Ende des Zinstunnels zu erkennen. Im Gegenteil, der Tunnel wird mehr und mehr zu einem Stollen, der bergab führt. Mario Draghi und seine Kollegen vom Zentralbankrat sehen auch keinerlei Anlass, die Zinsschraube wieder nach oben zu drehen. Das Gegenteil ist der Fall, es wurden schon Stimmen laut, die Banken künftig für ihre Einlagen bei der Europäischen Zentralbank mit Strafzinsen zu belasten. Auch wenn sich die Konjunktur laut Aussage der EZB zu Beginn des Jahres 2014 europaweit leicht erholt, von einer signifikanten Besserung kann nicht die Rede sein.

Inflation rechtfertigt keine Zinserhöhung

Die Inflationsrate in der Eurozone lag zu Anfang des Jahres bei rund 0,8 Prozent und ist damit weit von der Zielmarke der Eurobanker, die leicht unter zwei Prozent anvisieren, entfernt. Eine steigende Inflationsrate, Indikator für steigende Nachfrage, wäre allerdings auch ein Grund, mit den Zinsen anzuziehen. Bis der Zielkorridor, steigende Nachfrage, höhere Beschäftigungsraten und steigende Preise, erreicht ist, wird allerdings noch einige Zeit ins Land gehen. Die Probleme gerade der südeuropäischen Volkswirtschaften sind nach wie vor zu groß, als dass mit einer Initialzündung ein Zinsanstieg zu rechtfertigen sei. Näher liegt da der Strafzins für die Banken, welche aus Befürchtung vor Kreditausfallrisiken die von der Wirtschaft dringend benötigte Liquidität vorhalten.

Strafzinsen – und was machen die Sparer?

Das Szenario, dass Banken auf ihre Einlagen bei der EZB Zinsen bezahlen müssten, beschäftigt natürlich auch die Anleger hierzulande. Im günstigsten Fall würden die Zinsen auf Tagesgelder und Festgelder noch einmal abgesenkt, im ungünstigsten Fall würden die Konten mit Gebühren belegt. Das Schöne an Tagesgeldkonten ist die kostenlose Eröffnung, Führung und Schließung des Kontos sowie der unlimitierte Zugriff auf das Guthaben. Dieser Umstand könnte durchaus der Vergangenheit angehören, da Banken bislang Kosten immer an die Kunden weitergegeben haben. Für die Sparer stellt sich die Frage, wie sie, auch ohne Strafzinsen für die Kreditinstitute, dem Zinselend am besten entkommen können. Die einzige Lösung ist ein Tagesgeldvergleich, wie ihn das Fachportal Tagesgeldzinsen.com zur Verfügung stellt. Neben den Anbietern mit den attraktivsten Zinssätzen erfahren Sparer auf dieser Seite auch, wie es um die Einlagensicherung bei dem jeweiligen Institut bestellt ist. Viele der Kreditinstitute kommen inzwischen aus dem Ausland und bieten nicht die Sicherheiten, wie die deutschen Banken, sondern limitieren die Absicherung auf die europäische Mindestgröße von 100.000 Euro. Für Anleger mit größeren Einlagen gilt es also abzuwägen, ob das Ersparte auf verschiedene Häuser aufgeteilt werden soll.