Der Forex- oder auch Devisenhandel wird unter privaten Anlegern immer populärer. Was bis vor wenigen Jahren nur Banken und institutionellen Investoren vorbehalten war, hat sich jetzt auch in der Szene der Privatleute immer mehr ein Standing verschafft. Der Forexhandel ist zugegebenermaßen nichts für eingefleischte Tagesgeldsparer, bietet aber bei einer gewissen Risikobereitschaft überdurchschnittliche Gewinne auf relativ niedrige Einsätze. Gewinne im Forex werden durch Kursveränderungen auf der dritten oder vierten Nachkommastelle erwirtschaftet. Dies bedeutet auf den ersten Blick für den Laien, dass mindestens fünfstellige Beträge in die Hand genommen werden müssen, um hier einen nennenswerten Ertrag zu erwirtschaften. Beim Forexhandel dreht es sich jedoch um Hebelgeschäfte. Das bedeutet, dass nicht das gewünschte Handelsvolumen, sondern nur ein Bruchteil, der Hebel, tatsächlich als Kapital eingesetzt werden. Die Hebel bewegen sich in einer Größenordnung zwischen 1 : 50 und 1 : 400. Je größer der Hebel ist, um so niedriger der notwendige Einsatz. Nicht jeder Forexbroker arbeitet mit dem gleichen Hebel,  im Brokervergleich auf aktiendepot.com werden die Unterschiede deutlich vorgestellt.

Forextrades werden unterschiedlich besteuert

Im Devisenhandel wird zwischen zwei Formen des Tradens unterschieden. Beim Spot-Handel ist der Anleger im physischen Besitz der Währungen. Wird die Fremdwährung mit Gewinn veräußert, muss er diesen im Rahmen der Anlage SO als Einkünfte aus privaten Veräußerungsgewinnen, die auch Spekulationsgewinne mit einschließen, mit seinem persönlichen Steuersatz versteuern. Im Forex-CFD Handel, der oben beschriebenen Vorgehensweise, liegt ein anderer Sachverhalt zugrunde. Der Anleger hat im Rahmen des Differenzkontraktes lediglich einen vertraglichen Anspruch an der Währung. Damit handelt es sich um eine Kapitalanlage, deren Ertrag mit der Kapitalertragssteuer belegt ist. Handelt es sich bei dem Broker um ein deutsches Unternehmen, führt dieser die Steuer an das zuständige Finanzamt ab. Die Mehrzahl der Finanzdienstleister kommt jedoch aus dem Ausland und leistet damit in der Regel keine Amtshilfe für den deutschen Fiskus. Die Anleger müssen also selbst im Rahmen ihrer Steuererklärung, in diesem Fall mit der Anlage KSO, für die ordnungsgemäße Versteuerung sorgen. Wer einen persönlichen Steuersatz hat, der über 25 Prozent liegt, muss nicht mehr versteuern, Anleger mit einem Steuersatz von unter 25 Prozent zahlen entsprechend weniger. Verluste aus anderen Einkunftsarten können mit den Gewinnen aus dem Forexhandel nicht verrechnet werden und vice versa. Allerdings können Verlust in das nächste Jahre vorgetragen werden, um die künftigen Gewinne im Forex steuerlich im Folgejahr zu mindern. Im Rahmen der gesonderten Feststellung ist auch ein Verlustrücktrag in das zurückliegende Jahr möglich und reduziert damit die Steuerschuld aus dem vorangegangenen Jahr nachträglich.