Wer Eigentümer eines Hauses ist, genießt viele Vorteile. Statt einer monatlichen Miete fallen nämlich im Wesentlichen nur die jeweiligen Betriebskosten an. Auch die Grundsteuer wird fällig. Was es damit auf sich hat, sei hier einmal genauer beleuchtet.

Deutschland und sein verzwicktes Steuerrecht

Immobilien Steuer
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Das Steuerrecht in Deutschland ist recht umfangreich und für Laien eigentlich kaum zu durchschauen. Es gibt Dutzende Steuerarten, von denen uns viele im Alltag regelmäßig über den Weg laufen, während andere nur ganz bestimmte Personengruppen betreffen. Die Mehrwertsteuer finden wir praktisch auf jedem Rechnungsbeleg, den wir nach der Inanspruchnahme einer Leistung oder nach dem Kauf eines Produkts erhalten, die Kfz-Steuer sollte wiederum jedem Fahrzeughalter ein Begriff sein, die Hundesteuer jedem Hundebesitzer. Wie sieht es aber mit der Grundsteuer aus?

Steuerliche Abgabe an die Gemeinde

Die Grundsteuer, seltener auch Immobiliensteuer genannt, betrifft alle Grundstückbesitzer. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Fläche privat, gewerblich oder landwirtschaftlich genutzt wird, bebaut oder unbebaut ist. Es handelt sich um eine jährliche Abgabe, die an die Städte und Gemeinden gezahlt wird, zu denen das Grundstück gehört. Die Höhe der gesetzlichen Abgabe ist dabei ganz unterschiedlich, wird individuell vom zuständigen Finanzamt berechnet und bemisst sich anhand der Lage, der Art der Bebauung und der Nutzung. Einbezogen wird ebenfalls ein sogenannter Hebesatz, der von der jeweiligen Gemeinde selbst veranschlagt wird und damit regional ganz verschieden ausfällt.

Vor dem Kauf die Grundsteuer erfragen

Da die Grundsteuer eine laufende Ausgabe ist, sollte man sich bereits mit ihr auseinandersetzen, bevor man die Entscheidung gefasst hat, ein bestimmtes Haus zu kaufen. So kann es durchaus steuerliche Unterschiede geben, ob man sich auf eine Immobilie in diesem oder jenen Landkreis einer bestimmten Region festlegt. Komfortabel gestaltet sich die Suche nach einem passenden Objekt über Immobilienportale im Internet, über die sich Häuser zum Kaufen in Augenschein nehmen lassen können.

Kommt beim Hauskauf noch dazu: Grunderwerbssteuer

Neben der Grundsteuer als jährlich erhobene Abgabe sei noch auf die verwandte Grunderwerbssteuer hingewiesen. Bei ihr handelt es sich um eine Einmalzahlung an das jeweilige Bundesland. In Deutschland beträgt sie je nach Land zwischen 3,5 und 5,5 Prozent des Grundstückpreises und macht damit eine nicht unerhebliche Summe aus.