Für viele Anleger bedeutet der Januar einen Monat der Ärgernis. Trotz erfolgreicher Trades an der Börse im zurückliegenden Jahr wird die Rendite des Depots richtig verhagelt. Der Grund ist die Jahresdepotaufstellung mit dem Hinweis auf die zu entrichtenden Gebühren. War die Bruttorendite noch ein Traum, werden jetzt noch einmal erhebliche Kosten fällig, welche die Nettorendite nach unten drücken. An der Besteuerung der Trades kann kein Anleger etwas ändern. An den Kosten für den Handel an der Börse schon.

Discountbroker mit neuen Gebührenmodellen

Wer mit seinem persönlichen Steuersatz unter der Größenordnung von 25 Prozent liegt, hat die Möglichkeit, im Rahmen der Steuererklärung die überzahlte Abgeltungssteuer zurück zu erhalten, ein hübscher Ansatz, die Rendite der Trades im Nachhinein noch zu optimieren. Gerade für Kleinanleger sind die Discountbroker eine hochinteressante Alternative. Wer keine Steuerrückerstattung erhalten wird, sollte sich auf jeden Fall mit dem Thema Brokervergleich beschäftigen, da es durchaus lohnenswert ist, den Sparkassen und Filialbanken den Rücken zu kehren. Günstige Depots finden sich auf der Seite Depotvergleich.com. Die Vorgehensweise ist denkbar einfach. Nach der Eingabe der Anzahl der jährlichen Trades, dem durchschnittlichen Handelsvolumen, dem Depotvolumen und der Anzahl der Onlineorders werden die günstigsten Anbieter gegenübergestellt. Dabei wird deutlich, dass es sich ausnahmslos um Direktbanken und Onlinebroker handelt. Deren Gebührenmodelle unterscheiden sich deutlich von denen der Institute vor Ort.

Flatfee statt prozentualer Abrechnung

Der Ansatz der meisten Direktanbieter ist recht schlicht. Während die Banken in der Fläche die Transaktionskosten und Depotgebühren prozentual vom Volumen berechnen, greifen die Discounter auf eine andere Variante zurück. Die Orderkosten werden als fixer Betrag kalkuliert, unabhängig davon, wie groß das Volumen ist. Unterschieden wird lediglich zwischen Inlands- und Auslandstrades. Diese Transaktionskosten sind deutlich günstiger als die Mindestcourtagen der Mitbewerber. Wer bei den Depotgebühren die Augen offen hält, findet Discountbroker, die gänzlich auf diese Kosten verzichten. Ist dies nicht der Fall, wird das Depot zumindest im ersten Jahr kostenfrei geführt. Einige Banken greifen bei der Depotgebühr inzwischen auch auf einen festen Satz, unabhängig vom Depotvolumen zurück. Das Einsparungspotenzial ist bei diesen Varianten enorm. Selbst wenn noch Kosten für die Verwaltung anfallen, sind diese deutlich niedriger als bei den Filialinstituten. Wer als Anleger immer noch Gebühren auf der Grundlage der überalterten Modelle der Geschäftsbanken bezahlt, ist schlichtweg selbst daran schuld. Der Depotwechsel rentiert sich auf jeden Fall, der Wechsel selbst funktioniert völlig reibungslos, da die neue Bank alle Formalitäten für den Depotübertrag übernimmt und ausführt. Kosten fallen dafür von keiner der eingebundenen Banken an.