Seit dem Jahr 2009 erhebt das Finanzamt eine pauschale Steuer auf Kapitalerträge, die so genannte Abgeltungssteuer. Sie wird nicht nur auf Zins- und Dividendenerträge, sondern auch auf Kursgewinne aus Aktien- und Fondsanlagen fällig. Damit werden seit 2009 auch Fondssparpläne versteuert. Lediglich fondsgebundene Rentenversicherung können unter gewissen Voraussetzungen Steuervorteile erzielen und für Sparer so als renditestarke Anlage genutzt werden.

Bei fondsgebundenen Verträgen, so auch bei der Riester- sowie der Rürup-Rente, wird während der Laufzeit grundsätzlich keine Abgeltungssteuer erhoben. Somit bleibt in diesem Fall sogar der Fondstausch steuerlich unberücksichtigt, so dass die Fondsmanager je nach Marktlage Umschichtungen vornehmen und Anleger hierdurch Vorteile verschaffen können.

Zu beachten ist, dass diese Regelung auch dann gilt, wenn Beitragserhöhungen vorgenommen werden. Diese sind insbesondere bei der Riester- wie auch bei der Rürup-Rente üblich, wenn sich beispielsweise das Einkommen erhöht hat. Bei der Riester-Rente kann die volle staatliche Förderung schließlich erst dann erreicht werden, wenn mindestens vier Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens eingezahlt werden. Auch bei der Rürup-Rente können Anleger flexibel auf ihre Einkommenssituation reagieren und Beitragsanpassungen vornehmen.

Ebenso wie die bisherigen Beiträge werden auch diese Beiträge wieder in Fonds angelegt und bleiben so vor der Abgeltungssteuer verschont. Bei Fondssparplänen hingegen werden sie nach wie vor bei der Berechnung der Steuer berücksichtigt. Lediglich Fondsanteile, die noch bis zum 31. Dezember 2008 erworben werden, unterliegen der alten Rechtsprechung. Hiernach konnten Kursgewinne steuerfrei vereinnahmt werden, sofern der Sparer die Anteile länger als ein Jahr im Depot gehalten hat. Wer also noch über derartige Fondsanteile verfügt, kann diese noch immer steuerfrei verkaufen.