Die Abgeltungssteuer ist eine pauschale Steuer auf Kapitalerträge, die in Deutschland im Jahr 2009 eingeführt wurde. Seither müssen Anleger auf alle Kapitalerträge, von den Tagesgeldzinsen bis hin zu den Aktiendividenden, 25 Prozent Abgeltungssteuer auf ihre Erträge ans Finanzamt abführen. Lediglich Erträge, die mit eigenem Immobilienvermögen erzielt werden, sind von der Abgeltungssteuer ausgenommen.

Abgeltungssteuerfreie Immobilienanlage

Grundsätzlich ist Immobilienbesitz in Deutschland nicht abgeltungssteuerpflichtig, denn dem Finanzamt zufolge werden bei derartigen Investitionen keine Kapitalerträge, sondern Erträge aus Vermietung und Verpachtung erzielt. Diese Erträge werden im Rahmen der privaten Einkommenssteuer mit dem persönlichen Steuersatz versteuert. Nach Ablauf von zehn Jahren sind Erträge, die durch den Verkauf der jeweiligen Immobilien erzielt werden, sogar gänzlich steuerfrei, denn die zehnjährige Spekulationsfrist auf Immobilien blieb von der Einführung der Abgeltungssteuer unberührt.

Die passende Immobilie finden

In den vergangenen Monaten haben sich zahlreiche Anleger für eine Investition in Immobilien entschieden, denn diese Sachwertanlagen werden nicht selten auch als „Betongold“ bezeichnet. Vor allem in Phasen hoher Inflationsraten können Immobilien ihren Wert weitgehend erhalten und bieten so eine sichere und solide Kapitalanlage.

Voraussetzung ist allerdings, dass eine werthaltige Immobilie mit entsprechendem Potenzial gewählt wird. Um ein solches Objekt zu finden, können unabhängige Sachverständige helfen, die in der jeweiligen Region tätig sind und das Marktumfeld kennen. Im Raum Aachen, Köln und Düsseldorf ist beispielsweise das Sachverständigenbüro Fuhlbrügge aktiv, das sich seit mehr als zehn Jahren mit der grundlegenden Bewertung von Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie Geschäftsobjekten beschäftigt.

Abgeltungssteuer bei Immobilienfonds

Die Befreiung von der Abgeltungssteuer gilt allerdings nicht nur für privaten Immobilienbesitz, sondern auch für geschlossene Immobilienfonds. Auch hier werden vorwiegend Erträge aus Vermietung und Verpachtung erzielt, die in der Steuererklärung entsprechend angegeben und versteuert werden müssen. Lediglich bei offenen Immobilienfonds, bei denen die Erträge in Form der Fondsausschüttung an die Anleger weitergereicht werden, muss Abgeltungssteuer berücksichtigt werden. Die Ausschüttungen der Fondsgesellschaft sind hier in vollem Umfang steuerpflichtig. Sofern kein Sparer-Pauschbetrag gestellt ist, wird die Bank die vereinnahmte Abgeltungssteuer direkt belasten und an das zuständige Finanzamt weiterreichen. Anleger erhalten dann im Gegenzug eine Steuerbescheinigung, um diese ggf. bei der Steuererklärung berücksichtigen zu lassen.